Über meine Kunst

 

"Die Linie ist ein einfacher Vorgang zur Gestaltung jeder beliebigen Sache; sie unterliegt der Idee"  F. Zuccari 1607

 

 Meine Kunst kommt von der Linie. Schon als Kind habe ich die Welt mit dem Zeichenstift in der Hand begriffen. Später habe ich Kunst mit dem Schwerpunkt Druckgrafik studiert. Die Radierung ist zu einem Schwerpunkt geworden.

Bei meinen Radierungen wende ich verschiedene Techniken an; Kaltnadelradierungen, Strichätzungen, farbige Mehrplattendrucke in Aquatintatechnik bis hin zu experimenteller Drucktechnik. Dabei kombiniere ich Tiefdrucktechniken mit Hochdruck und Monotypien. Ich experimentiere mit der Druckplatte, schneide sie in freien Formen zu und schaffe Durchbrüche. Ich kombiniere die gedruckte Radierung mit Malerei und Collagen.

Meine Zeichnungen und Radierungen entwickeln sich von naturalistischer Arbeit zur Abstraktion.

Meine grafische  Arbeit ist experimentell und intuitiv. Die Werkstattarbeit erfordert Sorgfalt und Präzision. In diesem Spannungsfeld entstehen meine Werke.

In Südfrankreich arbeite ich malerisch und viel im Freien. Die Landschaft, Licht und Wind liefern mir hier die Motive für eine expressive und teils abstrahierende farbintensive Malerei. Nach Südfrankreich biete ich Kreativreisen in ein Weindorf in den Corbieres an.

Mit meiner Buchkunst interpretiere ich Lyrik bildnerisch und gestalte Leporellos und gebundene Künstlerbücher. 

 

Oft beschäftige ich mich längere Zeit mit einem Thema, das ich mit verschiedenen bildnerischen Mitteln und Techniken bearbeite. Dabei beginne ich meist mit der Zeichnung und entwickle die Bildideen weiter zur Radierung und Malerei. Im folgenden eine Serie zum Thema "Romanische Kunst in Südfrankreich" oder "Die magische Welt des Mittelalters".

Vita

 

1955 in Frankfurt geboren.

 Meine Interessengebiete Kunst und Mathematik stehen für mich in einem engen Zusammenhang: als Mathematikerin denke ich oft in  Räumen, die man sich real nicht vorstellen kann. Eine vierte Raumdimension kann beipielsweise die Zeit sein. Auch als  Künstlerin beschäftige ich mich mit abstrakten und  surrealen Bildräumen und Wirklichkeiten jenseits des sichtbaren dreidimensionalen Raumes. Beiden gemeinsam ist die Entwicklung von eigenen gedanklichen (Bild)Vorstellungen … in Verbindung mit der für den Künstler typischen assoziativ/intuitiven Denkweise und der für den Mathematiker typischen analytisch/logischen Denkweise. Aus diesen Vorstellungsräumen schöpfe ich sowohl meine künstlerischen Ideen, als auch Lösungen für mathematische  Aufgaben. Für mich paßt also Kunst und Mathematik sehr gut zusammen. Ich studierte Kunst und Mathematik als Fächerkombination für das Lehramt.

Nach dem Studium merkte ich schnell, daß bei der Arbeit als Lehrer mein fachliches Interesse an Kunst und Mathematik zu kurz kam. Die Beamtentätigkeit und eine sich wiederholende Lehrtätigkeit nach festen Lehrplänen war einfach nicht meine Sache. Ich brach das Referendariat ab und studierte Mathematik mit dem Abschluß Diplom. Eine Berufstätigkeit, die Kunst und Mathematik verband, fand ich nach dem Studium nicht und ich wählte zunächst die Mathematik zum Beruf. Hier fand ich in Softwareengineering, Datenmanagement und Projektmanagment die abwechslungsreichen Aufgaben, die ich mir wünschte. Für die Kunst hatte ich in dieser beruflich sehr erfolgreichen Lebensphase leider keine Zeit.

Deshalb habe ich mich nach einigen Jahren umorientiert und wieder der Kunst zugewandt. Ich ließ die Mathematik hinter mir und war nicht mehr ortsgebunden. Ich schuf mir einen zweiten Lebensraum in Südfrankreich, wo ich bis heute etwa die Hälfte des Jahres verbringe. In Frankreich zeichne und male ich viel. In Deutschland beschäftige ich mich mit meinem früheren künstlerischen Schwerpunkt Druckgrafik. Ich habe eine Druckwerkstatt und Atelier eingerichtet, die offen sind für Kunstinteressierte und Künstler… für Kurse und freies Arbeiten. Ich bin in Frankreich und Deutschland auch mit Ausstellungen künstlerisch aktiv.

Vor 5 Jahren habe ich in Deutschland eine Galerie eröffnet, in der ich ausstelle und auch anderen Künstlern Gelegenheit gebe ihre Arbeiten zu präsentieren. Im Gespräch mit den beteiligten Künstlern wird gemeinsam ein Ausstellungkonzept entwickelt. Den kunstinteressierten Besuchern geben wir die Möglichkeit die Künstler und ihre Kunst in moderierten Künstlergesprächen kennenzulernen. Weitere Veranstaltungen in der Galerie fördern den Diskurs zwischen Betrachter, Künstler und Werk. Als Kunstvermittler ist es ist mir ein Anliegen die Zusammenarbeit der Künstler und den Diskurs mit der Öffentlichkeit zu fördern und Netzwerke, neue Kunstformate und Plattformen zu entwickeln.

 

Ich bin Mitglied im BBK und mit meiner Druckwerkstatt Veranstalterin beim jährlichen Tag der Druckkunst (Immaterielles Weltkulturerbe). Vom Direktorenhaus in Berlin wurde ich mit meiner Druckwerkstatt für einen Eintrag in die Deutsche Manufakturenstraße zum Thema Handwerkskunst, Druckerei ausgewählt.

mehrfarbige Aquatintaradierung Mehrplattendruck

Werke

Galerie mit mehrfarbigen Radierungen und Atelier

Galerie

Materiael in einer Tiefdruckwerkstatt

Atelier + Druckwerkstatt

Strand am Meer bei Narbonne

Kreativreisen nach Südfrankreich